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Fachmaturität Gesundheit, Weg 1

Schliessen Sie demnächst die Fachmittelschule ab und möchten zukünftig in der Pflege, Geburtshilfe, Physio-, Ergotherapie oder in der Ernährung und Diätetik arbeiten? Mit der Fachmaturität Gesundheit Weg 1, integriert in die Ausbildung an einer Höheren Fachschule Gesundheit, werden Sie optimal auf das Aufnahmeverfahren an den Fachhochschulen in den erwähnten Bereichen vorbereitet. 

Ablauf

Die Fachmaturität Gesundheit Weg 1 wird integriert in die Ausbildung an einer Höheren Fachschule (HF) am Berner Bildungszentrum Pflege (BZ Pflege) oder am medi | Zentrum für medizinische Bildung in Bern absolviert. Die Fachmaturität wird im zweiten Studienjahr, parallel zum normalen Studienbetrieb, erworben. Die im Verlauf der Ausbildung absolvierten Praktika werden für die Fachmaturität angerechnet und geben die Grundlage für die Fachmaturitätsarbeit. Der Ablauf des Fachmaturitätsbildungsgangs erfolgt gemäss Ablaufplan. Die Termine und Abläufe sind verbindlich.

  • Ablaufpläne Fachmaturität Gesundheit Weg 1

Zielpublikum

Die Fachmaturität Weg 1 ist für FMS-Absolventinnen und -Absolventen geeignet, die einen engen Praxisbezug suchen und gleichzeitig einen Fachmaturitätsabschluss anstreben. Wer die Fachmaturität Gesundheit in einem Jahr mittels Vorbereitungskurs und Praktikum absolvieren möchte, wählt die Fachmaturität Weg 2. 

Aufnahmebedingungen, Anmeldung

Die Fachmaturität wird direkt im Anschluss an den Fachmittelschulbildungsgang absolviert. Die Aufnahme in die Fachmaturität Gesundheit Weg 1 kann erfolgen, sofern folgende Bedingungen erfüllt sind:  

  • 2022 und 2023: Fachmittelschulausweises im kombinierten Berufsfeld Gesundheit und Soziale Arbeit (auslaufend); genügende Note im Berufsfeld Gesundheit im Fachmittelschulausweis
  • ab 2024: Fachmittelschulausweis im Berufsfeld Gesundheit 
  • Zulassung zu einer tertiären Ausbildung mit integriertem Praktikum

Wer die Fachmittelschule in einem anderen Berufsfeld absolviert hat, muss Kompensationsleistungen absolvieren.

Die Anmeldung zur Fachmaturität erfolgt mittels Anmeldeformular bis spätestens am 15. Februar vor dem jeweiligen Ausbildungsstart. Die Anmeldeformulare können bei der gewünschten FMS bezogen werden.

Fachmaturitätsarbeit, Abschlussprüfungen

Während des Praktikums wird gemäss Leitfaden eine schriftliche Fachmaturitätsarbeit verfasst. Das Thema und die Leitfrage werden am BZ Pflege im Praktikumsplatz und am medi durch die Studiengangsleitung genehmigt. Die Arbeit wird von einer Lehrperson der zuständigen FMS begleitet und von dieser, wie auch von einer Expertin oder eines Experten bewertet. Die Arbeit muss als genügend bewertet werden, damit eine Zulassung zur Fachmaturitätsprüfung möglich ist. 

Die Fachmaturitätsprüfung besteht aus einer mündlichen Präsentation der Fachmaturitätsarbeit und einem Prüfungsgespräch. Sie wird von der betreuenden FMS-Lehrperson in Anwesenheit einer Expertin oder eines Experten aus dem entsprechenden Berufsfeld abgenommen und gemäss Leitfaden bewertet.

Fachmaturitätszeugnis

Wer die Fachmaturitätsprüfungen besteht, erhält ein schweizerisch anerkanntes Fachmaturitätszeugnis Gesundheit.

Anschlussmöglichkeiten

Übertritt in die Fachhochschule

Mit der Fachmaturität Gesundheit steht der Zugang zum Studium an einer Fachhochschule im gewählten Berufsfeld offen, ohne zusätzlich ein Praktikum absolvieren zu müssen. Die Fachmaturität Gesundheit berechtigt zum Eintritt in die folgenden Bachelorstudiengänge: 

  • Pflege
  • Hebamme
  • Physiotherapie
  • Ergotherapie
  • Ernährung und Diätetik

Hinweis: Für die Aufnahme an Fachhochschulen ist neben dem Fachmaturitätszeugnis in der Regel auch das Bestehen einer anspruchsvollen Eignungsabklärung erforderlich. Gewisse Studiengänge der Fachhochschulen unterliegen zudem einer Zulassungsbeschränkung: So stehen etwa für den Studiengang Physiotherapie deutlich weniger Studienplätze zur Verfügung, als Bewerbungen eingehen.

Berufsbeschreibungen

Möchten Sie mehr über diese Berufe erfahren? Auf der folgenden Seite finden Sie weitere Informationen dazu:

Zulassung zum Fachhochschulstudium auch ohne Fachmaturität

Mit einem Abschluss einer Höheren Fachschule ist die Zulassung zu Studiengängen an der Fachhochschule auch ohne Fachmaturität möglich. Eine integrierte Fachmaturität Weg 1 ist also nicht zwingend, kann aber aus verschiedenen Überlegungen absolviert werden: z.B. zusätzlicher Titel in den Bewerbungsunterlagen, eventueller Vorteil bei Stellenbewerbungen im Ausland etc.

Passerelle Berufs- und Fachmaturität –universitäre Hochschulen

Fachmaturandinnen und Fachmaturanden, die den allgemeinen Zugang zu universitären Hochschulen anstreben, haben die Möglichkeit die Passerelle Berufs- und Fachmaturität – universitäre Hochschulen zu absolvieren: 

Ausbildungsorte

Die Fachmaturität Gesundheit wird an allen Fachmittelschulen im Kanton Bern angeboten. In der Regel absolvieren die Schülerinnen und Schüler die Fachmaturität an derjenigen Schule, an welcher sie den Fachmittelschulabschluss erworben haben.

Kosten

Personen mit stipendienrechtlichem Wohnsitz im Kanton Bern bezahlen kein Schulgeld für den Besuch des Fachmaturitätsbildungsgangs. 

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